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Durchschlafen

Warum Durchschlafen "Quatsch" und unnatürlich ist...

  • Babys brauchen im 1. Lebensjahr so viel Energie (Kalorien) für ihr Wachstum und ihr Gehirnwachstum, dass sie die Nachtzeit auch nutzen müssen um ihren Bedarf zu decken.
  • Werden Babys mit kleineren Portionen öfter gestillt bzw. gefüttert, haben sie weniger Verdauungsprobleme und somit auch weniger Bauchweh. Außerdem lernen nach Bedarf gestillte Babys und dazu gehört auch das Stillen in der Nacht, ein besseres Gefühl für Sättigung. Das heißt solche haben später weniger Gewichtsprobleme.
  • Babys, die Nachts gestillt bzw. gefüttert werden haben weniger Gedeihstörungen (d. h. sie nehmen genug zu)
  • Nachts aufwachen ist ein natürlicher Schutz gegen den plötzlichen Kindstod
  • Die Milchproduktion wird angeregt bzw. aufrechterhalten, wenn Frau mind. 1x zwischen 23 und 6 Uhr stillt
  • Babys brauchen ab dem 7. Lebensmonat (denn dann beginnen sie zu fremdeln, das heißt die Bindung zw. ihm und den Eltern stärkt sich. Fremde werden als fremd erkannt und eine Trennungsangst entsteht.) eine Rückversicherung, dass sie noch unter dem Schutz der Eltern stehen. Auch und gerade Nachts bei Dunkelheit, wenn sie kurz wach werden, wollen sie wissen, ob die Eltern noch da sind.

Quellen: Buch "Kinder verstehen" von Renz-Polster und eigene Erfahrungen als Mama und Stillberaterin

Ein paar Worte zum Thema Durchschlafen:

Das Thema mit dem Schlafen bzw. Durchschlafen ist ein Heikles.
Jede Mutter möchte natürlich gerne und sobald wie möglich, dass ihr Baby durchschläft. Leider macht unsere Gesellschaft solchen Druck auf die jungen Familie, dass solche Bücher wie "Jedes Kind kann schlafen lernen" sehr gefragt sind.
An dieser Stelle sei gleich einmal angemerkt, dass Kinder bei der Ferber-Methode, die in dem obengenannten Buch praktiziert wird, einen psychischen Schaden erleiden!!!
Unter den ersten Fragen, die junge Eltern gestellt bekommen, ist immer eine "und schläft er/sie schon durch??!!"
Dabei ist es von der Natur eigentlich überhaupt nicht vorgesehen, dass die Babys durchschlafen sollen. Schon allein der Nahrungsaufnahmen (Stillen) und Gefahr des plötzlichen Kindstods wegen.

Ich gebe zum Thema Durchschlafen keine Buchempfehlungen, weil es unnatürlich ist!
Ganz im Gegenteil. Ich sage den Müttern, dass es normal ist, dass die Babys und Kleinkinder nicht durchschlafen, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen sie durchschlafen und in denen sie es nicht tun. Das hängt auch immer ein bisschen vom Entwicklungsstand der Babys ab.
Zum Beispiel ist es immer wieder zu beobachten, dass viele Babys gut durchgeschlafen haben und dies dann mit ca. einem halben Jahr nicht mehr tun. Dadurch wird auch das Gerücht und absolut unwahres Ammenmärchen geschürt, dass man nach 6 Monaten plötzlich keine Muttermilch mehr hat oder das Kind nicht mehr satt wird.
Als Mama die länger als 6 Monate fast voll gestillt hat und als Stillberaterin, weißt ich es besser. Es hängt vielmehr einfach damit zusammen, dass sich das Babygehirn weiterentwickelt und damit die Kinder in diesem Alter (ab ca. 6 Monaten) zu "Fremdeln" beginnen und plötzlich eine Trennungsangst verspüren. Die Babys sind vorher auch in der Nacht wachgeworden. Haben sich dann umgedreht und haben weitergeschlafen. Aber jetzt plötzlich wachen sie auf und wollen wissen, ob die Mama noch da ist....

Ich rede mich evtl. auch ein bisschen leicht. Ich habe gute Schläfer. Oder sie doch vielleicht dazu gemacht?! Ich versuche aber auch meinen Kindern zu suggerieren, dass Schlafen etwas schönes ist und meine Kinder müssen nicht ins Bett, sondern sie dürfen. Ich habe auch meine Kinder noch nie ins Bett geschickt, wenn sie nicht wirklich müde sind.Außerdem ist es ja mit Busen ein leichtes die Kinder in der Nacht zum Weiterschlafen zu bewegen. Ich als Mama musste nie in der Nacht aufstehen ( außer wenn sie eine frische Windel brauchten). Wir haben bis jetzt auch noch ein Familienbett (alle beiden Bubn und die Eltern schlafen in einem Bett, natürlich ist es in die Breite verlängert) und schlafen teilweise gemeinsam (die Eltern kommen später ins Bett nach) unsere 10 bis 12 Stunden. Nicht immer durch, aber fast.

Außerdem ist der Begriff "Durchschlafen" auch Interpretation. Ich spreche auch noch vom Durchschlafen, wenn ich 2 mal in der Nacht im Liegen unter Weiterschlafen stillen musste. Oder wenn ich wie jetzt mal kurz "ja" antworten muss, weil einer meiner Bubn aufwacht und sich mit "Mama?" vergewissern will, ob ich noch da bin.
Nicht-Durchschlafen ist für mich, wenn jemand nachts aufstehen muss, weil das Kind aus dem anderen Zimmer brüllt und nicht weiterschlafen kann/will. Und es deshalb durch die Gegend tragen muss. Oder auf die Idee kommt dem Kind etwa ein Gläschen statt Busen (oder meinetwegen Fläschchen) mitten in der Nacht anzubieten. Aber nicht, wenn unser Großer von seinem Bett zu mir unter meine Decke kriecht und dort dann bis in der Früh weiterschläft.
Aber das ist Ansichts- und Einstellungssache!!!