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Geburtsberichte

Geburtsbericht von Amelie im Geburtshaus Ingolstadt (17.10.04)

Am Samstag bin ich schon mit regelmäßigen Wehen ins Bett gegangen und dann am Sonntag um 4:45 damit wieder aufgewacht. Sie kamen zwar alle 5-8 Minuten waren aber leider noch nix für eine Geburt. Hab dann erst mal noch Wäsche gewaschen und ein wenig aufgeräumt. Irgendwann sind dann Stephan und Sophia aufgestanden und wir haben noch gemütlich gefrühstückt. Die Wehen wurden schon stärker und so gegen 10 Uhr musste ich schon richtig schnaufen. Sophia ist dann zur Oma zum Mittagessen gefahren (obwohl sie zuerst mit ins Geburtshaus wollte) und ich hab Sabine (meine Hebi) dann angerufen und ihr mitgeteilt, dass ich jetzt doch gern mal vorbei kommen wolle.

Dort angekommen stellten wir fest, dass der Mumu schon auf ca. 6 cm offen war (ich hatte also schon ganze Vorarbeit geleistet) und ich erst mal baden gehen könne, weil die Wehen wieder schwächer wurden. Überall waren Kerzen aufgestellt, Salzkristalllampen brannten und Rosenduft wehte durchs Zimmer. Sie hat mir dann einiges an Ölen ins Wasser reingemischt und die Wehen kamen wieder recht flott und heftig. Irgendwann ging's los, dass ich nicht mehr wollte, dass Stephan mich während einer Wehe berührt, ich wollte nicht mehr sprechen und ich fing an zu tönen. Es war klar, lange dauert's wohl nicht mehr. Die zweite Hebamme (Birgit) kam dazu und ab da hört man eigentlich nur noch mich *g* Zwischendrin war Stephan superlieb und hat mir Wasser zu trinken gebracht. Als ich schon heftig am schreien war und der Druck nach unten schon stark, ist mit einem Schuss Fruchtwasser abgegangen und ab da wurde es richtig heftig. Ich hatte aber zum Glück dazwischen immer 1-2 Minuten Pause und konnte mich gut auf die nächste Wehe vorbereiten.

Zwischendrin hatSabine mit einem kleinen tragbaren CTG-Gerät die Herztöne abgehört. Sabine hat mich irgendwann angeregt, von meiner Seitenlage-über-die-Wanne-hängen in den Vierfüßlerstand zu kommen. War zwar zuerst unangenehm, aber dann konnte ich nicht mehr wechseln und hab zum Ausgleich Stephans Hand zerquetscht.

Als die Presswehen losgingen konnte ich schon das Köpfchen tasten, das hat mir so richtig Mut gemacht und mir gezeigt, dass es jetzt keinen "Ausweg" mehr gibt *g* (Hatte nämlich kurz mal den Gedanken, dass ich jetzt gern heim gehen möchte…) Nach 3-4 Presswehen (in denen sich Birgit die Ohren zugehalten hat, wie ich später erfahren habe) kam der Zwerg ins Wasser geschwommen (mit Sabines Hilfe) Ich hab mich dann richtig in die Wanne gesetzt und sie zu mir geholt.

Wir mussten erst mal gucken, was es war und haben dann auch gleich festgestellt, dass sie am linken Fuß 6 Zehen hat! Sei eine Laune der Natur und nicht weiter schlimm für sie. Ist uns erst mal egal. Obwohl sie (sie war ja immer noch ohne Namen) die Nabelschnur nicht um den Hals hatte, war sie lange Zeit blau und hat auch nicht viel geschrien, aber ganz wach um sich geschaut und sich auch sonst gerührt.

Sabine und Birgit haben sie abgesaugt, sich aber ansonsten im Hintergrund gehalten. Nach Schmusen und Schwimmen wurde sie langsam rosig und fing auch zu meckern an. Wir durften dann noch ein wenig im Wasser bleiben und dann half mir Sabine aus der Wanne ins Bett. Dort schmusten wir noch eine Weile zu dritt und als die Nabelschnur dann auspulsiert war und die Planzenta kam, ist Stephan vor die Tür (er wollte das nicht sehen).

Die Nachgeburt war überhaupt nicht schlimm und ich durfte mich dann mit Amelie (inzwischen hatten wir uns auf einen Namen geeinigt) hinkuscheln und sie zum ersten Mal anlegen. Stephan legte sich mit dazu und wir genossen einfach die Ruhe. Nach ner Zeit kamen Sabine und Birgit dann mit Sekt und haben mit uns zusammen auf die kleine Maus angestoßen. Ich bin dann auch bald aufgestanden und aufs Klo gegangen und war überrascht, wie gut ich auf den Füßen stand.

Sabine hat mir dann die Plazenta gezeigt und in ne Tüte verpackt, damit wir sie zu Hause eingraben können. Dann hat sie Amelie gewogen und vermessen und ich durfte sie anziehen. Anschließend haben wir uns auf den Nachhauseweg gemacht. Um kurz nach 16 Uhr waren wir dann daheim. Wir haben gleich Sophia angerufen, damit sie heimkommt.

Ein dickes Lob an Sabine und Birgit. Die Geburt war einmalig und so richtig entspannt. Kein Vergleich zur Klinikgeburt!