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Stillen

Vorteile des natürlichen Stillens gegenüber Nachteile künstlicher Säuglingsnahrung

Vorteile für Körper und Seele

- Die Bindung zwischen Mutter und Baby und sogar die Verdauung des Babys wird durch den direkten Körperkontakt beim Stillen gefördert. Wer zieht sich schon jedes Mal beim Flasche geben nackt aus und kuschelt Haut an Haut mit seinem Baby

- Neugeborene sehen schlecht, deshalb ist fühlen für sie sehr wichtig. Stillkinder haben viel Hautkontakt mit ihrer Mutter und fühlen sich dadurch geborgen und sicher. Sie weinen weniger und sind weniger gestresst

- Das Hormon Oxytocin (Liebeshormon), das auch beim Sex und der Geburt vom Körper ausgeschüttet wird, wird beim Stillen produziert. D.h.: Glücksgefühle; stillende Mütter sind fröhlich

- Zum Stillen braucht man viel Energie und die nimmt sich der Körper unter anderem aus den Fettzellen. D.h.: stillt man länger als 3 Monate wird die Energie aus den Fettzellen genommen, die man während der Schwangerschaft aufgebaut hat.
Selbstbeispiel: ich habe 6 Monate voll gestillt und dabei ohne jegliche Diät oder weniger essen 15 von meinen 20 kg aus der Schwangerschaft abgenommen

- Kein Warten auf die optimale Flaschenmilchtemperatur während das Baby vor Hunger brüllt bedeutet weniger Stress
(da kann manchmal 1 Minute sehr lang sein), Muttermilch hat immer die ideale Temperatur.

- Stillen ist immer und überall möglich

- Besseres Schlafen nachts, denn das Stillhormon Prolaktin beruhigt die Stillmama und erleichtert das Weiterschlafen, nachdem das Baby nachts gefüttert wurde. Man kann auch beim Stillen im Liegen gleich während dessen weiterschlafen. Wohingegen die Flaschenmamas meistens aufstehen müssen um die Flasche zuzubereiten und somit viel wacher sind

- Die Babys schlafen auch viel besser weiter, weil sie nicht so wach werden wie manche Flaschenbabys, denn Stillmamas können ihre Babys sofort bei dem ersten Anzeichen von Hunger (Schmatzen,..) füttern (die Brust ist sofort ausgepackt), Flaschenmamas müssen erst die Flaschennahrung zubereiten und dazu womöglich noch in die Küche gehen und Licht machen.

- Die Flaschenkinder müssen mindestens 4 Monate lang ca. 4-10 mal am Tag das Selbe trinken, immer der gleiche Geschmack. Muttermilch schmeckt je nach dem was Mama isst immer ein bisschen anders. Das bedeutet schon einmal Schulung der Geschmacksnerven.

- Stillen ist außerdem eine gute "Ausrede" um sein Kind nicht ungeliebter Verwandtschaft z.B. der Schwiegermutter für längere Zeit überlassen zu müssen.

Gesundheit

- Auch bei heutigem Stand der Forschung kann Flaschennahrung niemals Muttermilch im Hinblick auf Nährstoffe und Abwehrstoffe ersetzen

- Beim Stillen ist kein Verbrühen des Babys durch zu heiße Flaschenmilch möglich, denn Muttermilch hat immer die ideale Temperatur.

- Flaschenkinder bekommen doppelt so häufig Mittelohrentzündung wie Stillkinder

- Flaschenkinder haben 25% häufiger und deutlich schwerer Atemwegserkrankungen als Stillkinder

- Magen-Darm-Erkrankungen treten mehr als doppelt so häufig bei Flaschenkinder als bei Stillkindern auf

- Flaschenkinder sind mit 6 Jahren doppelt so oft übergewichtig und mehr als dreimal so oft fettleibig als Stillkinder, die länger als 1 Jahr gestillt wurden

- Wird vor dem Ende des vierten Lebensmonats Flaschennahrung gegeben, steigt das Erkrankungsrisikos der Kinder bis zum Alter von 6 Jahren für Asthma im engeren Sinne um 25%, für mehrfach auftretende asthmatische Symptome wie keuchende Atmung um 41%

- Flaschenkinder haben als junge Erwachsene gegenüber 7-9 Monate gestillten Kindern eine um 6 Punkte niedrigeren IQ

- Malokklusion entwickelt sich bei Flaschenkindern etwa doppelt so oft wie bei Kindern, die ein Jahr oder länger gestillt wurden

- Diabetes Mellitus tritt bei Flaschenkindern um 33% häufiger auf

- Stillkinder entgehen dem Risiko aufgrund mit Bakterien und Salmonellen verunreinigter Flaschennahrung zu erkranken oder sogar zu sterben (Mai 2002 Tod eines gesunden Neugeborenen in Belgien, November 2002 Rückruf kontaminierter Nahrung in den USA)

- Flaschenmütter haben ein um ca. 10% erhöhtes Brustkrebsrisiko als Mütter, die 2 Jahre und länger stillen, das Risiko für Eierstockkrebs und rheumatioder Arthritis ist ebenfalls erhöht

- die Rückbildung der Gebärmutter bei Flaschenmamas ist verzögert

- Muttermilch ist die normale Säuglingsernährung, die seit ca. 300 Millionen Jahren alle Neugeborenen aller Säugetiere groß und gesund werden ließ. Die Evolution optimierte diese Muttermilch. Flaschennahrung gibt es in den Industrieländern erst seit ca. 100 Jahren

- Das Kolostrum, die Muttermilch der ersten Tage, enthält besonders viele Immunstoffe, die die Darmwand des Babys mit einer Schutzschicht gegen schädliche Keime auskleiden. Daraus folgt eine gesunde Darmflora.

- Muttermilch ist leicht verdaulich und enthält zusätzlich Enzyme, die die Verdauung des Säuglings unterstützen, das bedeutet auch weniger Bauchweh für das Baby

- Spezielle Antikörper (sIgA) in der Muttermilch überziehen die Schleimhäute des Babys mit einem Schutzfilm gegen krankheitserregende Bakterien

- Der Umwelt würde es auch gut tun, wenn die Schadstoffbelastung durch Herstellung und Vertrieb von künstlicher Säuglingsernährung zumindest reduziert würde

- Die Weichmacher in Flaschen bzw. Saugern sind evtl. schädlich oder krebserregend

- kein Risiko für das Baby Verstopfung zu bekommen, wenn es gestillt wird, auch wenn es evtl. nur 1 mal wöchentlich Stuhlgang hat

Zeit und Geld

- Der enorme Kostenfaktor der Flaschennahrung! Rechnet man einmal: ca. 10 € pro Packung, 1 Packung reicht für ca. 3 Tage, ein Monat hat 30 Tage => 10 Packungen mal 10 €, dann kostet die Flaschennahrung für ein Baby ca. 100 € in einem Monat. Muttermilch ist umsonst.

- Wenn Stillbabys evtl. nur ein mal wöchentlich Stuhlgang haben, braucht man weniger Windeln

- Stillmamas brauchen keine Flaschen sterilisieren, somit auch keine Zeit dafür opfern oder sich teure Sterilisatoren (um die 60€) zulegen

- kein tägliches Auswaschen der Flaschen für Stillmütter nötig

- der Kauf von Flaschen und Saugern fällt für Stillmamas weg

Unterwegs

- Stillen geht immer. Dagegen: Wo kann ich die Flaschennahrung zubereiten, denn sie sollte ja immer frisch gemacht sein und/oder ich muss Flasche, Milchpulver und heißes Wasser mitschleppen.

- Ich muss nichts für unterwegs vorbereiten bzw. mitschleppen, denn den Busen hab ich immer dabei

- Bin ich einmal länger als geplant unterwegs… kein Problem, ich hab ja alles in Form meines Busens dabei. Dagegen: Ist die eine Flasche, die ich dabei hatte ausgetrunken und hat das Baby noch Hunger oder kriegt es welchen, weil es z.B. länger dauert, dann bekommt Flaschenmama ein Problem

- Ein Stau auf der Autobahn oder ein Stromausfall stellt für die Stillmama kein Problem dar




Quellen: Broschüren der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen und Eigene Erfahrungen

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