Startseite

Geburtsberichte

Was (werdende) Mamas wissen sollten/wollen

Entwicklung
Milchschorf
Beikost
Tipps Beikost
Interessantes
Kiss-Syndrom
Spucken
Schreien
Soor
Wachstumskurven

Stillen

Die sanfte Geburt

Bildergalerie

Tipps von Mamas für (werdende) Mamas

Tragen

Begrifferklärungen

Stillgruppe

Onlineshop

Schlafen

Kaiserschnitt

Gesundheit

Ammenmärchen

Literatur

Links

 

 

Wissen

Die Entwicklung eines Kindes in den ersten 12 Monate

Wie sich ihr Kind entwickelt Worauf Sie achten sollen
1.Monat: angeborene Reflexe: wird es hochgehoben bewegt es seine Beine, als wollte es laufen; Greifreflex an Händen und Füßen bei Berührung der Innenflächen; Mororeflex; Saugreflex; Schluckreflex; bei Berührung der Backe dreht es den Kopf; berührt man die Lippen öffnet es den Mund; es kann in Bauchlage seinen Kopf kurz heben; es reagiert auf Geräusche.

2.Monat: Das Baby kann schon ein bisschen seine Hände kontrollieren und versucht alles in den Mund zu stecken; es erwidert Ihr Lächeln; wenn es auf dem Bauch liegt, kann es kurz seinen Kopf halten;

Babys in diesem Alter kann man nicht zu sehr "verwöhnen" bzw. "verziehen". Ganz im Gegenteil: Werden die Bedürfnisse des Babys sofort befriedigt, entwickelt sich ein gutes Urvertrauen. Kuscheln Sie sich Haut an Haut zusammen. Babys brauchen gerade am Anfang viel engen Körperkontakt und Geborgenheit, damit ihnen die Umstellung vom Bauch zur großen Welt leichter fällt. Sprechen sie ab dem ersten Tag in normaler Tonlage und Sprache. Die Stimmklangfarben kennt es schon aus dem Mutterleib. Das Baby sollte nahe bei der Mutter schlafen, so kann sie gleich auf jegliches Verhalten reagieren ohne, dass das Baby erst schreien muss. Gegen Gelbsucht in den ersten Tagen helfen UV-Strahlen an der frischen Luft. Nicht zu warm einpacken, sobald die Haare feucht sind, schwitzt es. In der 4. bis 6. Lebenswochen ist die Vorsorgeuntersuchung U3 vorgesehen. Besuchen Sie eine Stillgruppe in ihrer Nähe. z.B. im Geburtshaus Ingolstadt. Falls Sie Fragen zum Stillen haben oder Probleme auftauchen, wenden Sie sich unbedingt gleich an eine Stillberaterin oder ihre Hebamme! Menschenbabys sind Saugetiere und Traglinge. Sie haben ein angeborenes Bedürfnis an der Brust zu saugen und getragen zu werden. Stillen Sie ihr Kind und tragen sie es viel. Benutzen Sie evtl. ein Tragetuch oder andere Tragehilfen um die Hände frei zu haben.
3.Monat: Es kann sich vom Bauch auf die Unterarme stützen; es fängt an sich zu drehen und rollt von der Seite auf den Rücken; es reagiert mit Lächeln auf freundliche Ansprache; es kann Gegenständen und Personen mit den Augen folgen; es bringt seine Hände vor dem Gesicht zusammen und spielt mit ihnen.

4.Monat: Ihr Kind beginnt zu "plappern"; es greift nach entfernten Gegenständen; Bewegungen und Greifen werden immer sicherer; es erforscht alle Gegenstände mit dem Mund - Vorsicht vor verschluckbaren Kleinteilen!

Falls Ihr Kind Allergie gefährdet ist, überlegen Sie, welche Impfungen jetzt notwendig sind und welche später erfolgen können oder ob sie ihr Kind überhaupt impfen wollen.(kritische Impfaufklärung!) Wenn Sie Fragen zu Bewegungen oder Verhaltensweisen ihres Babys haben, die Sie verunsichern, sprechen Sie bei der U4 darüber. Falls sie etwas unternehmen wollen, wäre Baby-Schwimmen, Babymassage oder eine Stillgruppe jetzt etwas für Sie. Spielen Sie aktiv mit Ihrem Kind und beschäftigen Sie es nicht nur mit Spielzeug. Es tut ihm gut, wenn es sich bewegt und sozialen Kontakt hat. So werden die Motorik, das Gleichgewicht und die Durchblutung gefördert.
5. Monat:In der Bauchlage stützt es sich auf seine geöffneten Hände; auf dem Bauch schaukelnd kann es Arme und Beine heben; es lernt, Personen, Gesichtsausdrücke und den Tonfall zu unterscheiden.

6.Monat:Ihr Kind dreht sich in der Rückenlage hin und her; es greift gezielter, schaut herunterfallenden Dingen nach; es entdeckt seine Füße und spielt mit ihnen; es wechselt Dinge von der einen in die andere Hand; es versucht, sich allein aufzurichten.

Reagiert ihr Kind auf Geräusche? Sie können es mit raschelndem Papier testen. Folgt es dem Geräusch mit dem Kopf, auch wenn es das Papier nicht sehen nur hören kann? Ihr Kind ist nun schon recht mobil, lassen Sie es daher niemals unbeaufsichtigt an Plätzen liegen, von denen es herunterfallen könnte, etwa Wickeltisch! Müssen Sie einmal den Raum schnell verlassen, legen Sie es lieber schnell auf den Boden oder nehmen Sie es am Besten mit. Ende des 6. Monats können Sie es langsam an Beikost gewöhnen. Die U5 ist fällig.
7.Monat: Ihr Kind kann ohne Hilfe sitzen; es dreht sich vom Rücken auf den Bauch; es nimmt seine Füße in den Mund; eine stabile Beziehung zu Ihnen besteht; es beginnt zu "fremdeln"; Wünsche kann es durch einsilbige Ruflaute ausdrücken; es ist oft unzufrieden, weil es mehr will als es kann.

8.Monat: Ihr Kind macht erste Versuche, in den "Vierfüßlerstand" zu kommen; es kann sich an Möbeln zum Knien hochziehen; es kann selbständig sitzen und spielt mit beiden Händen; es beginnt mit den Händen zu essen.

Setzen Sie Ihr Kind nicht ungestützt hin, wenn es sich nicht allein aufsetzen kann. Lassen Sie es nicht allein, es sei denn, es schläft. Damit brechen sie nicht das gewonnene Urvertrauen. Kinder lernen alles durch Zusehen und Nachahmen. Überdenken Sie ihr Verhalten in Bewegung und mitmenschlichem Umgang. Es wird langsam Zeit die Wohnung kindersicher zu machen. Zähneputzen ab dem ersten Zahn, aber mit Spaß. Mit dem Zahnen können unter anderem leichte säuerliche Durchfälle verbunden sein. Fragen Sie im Zweifel Ihren Kinderarzt. Wenn Ihr Kind schon mehr will, als es kann und deshalb viel quängelt, seien Sie geduldig mit ihm. Denken Sie sich in seine Lage, dann verstehen Sie es besser.
9.Monat:Es beginnt zu krabbeln; es greift mit Daumen und Zeigefinger; es kann längere Zeit sitzen; es lallt vielfältige Silben und ahmt Sprache nach.

10.Monat:Ihr Kind setzt sich aus der Bauchlage von allein auf; wenn Sie es an den Händen halten, kann es schon für kurze Zeit stehen; es krabbelt immer schneller und freut sich, wenn es ein Regal oder Schrankfach mit ungefährlichen Gegenständen ausräumen darf; Vorsicht bei Treppen!

Wenn ihr Kind immer wieder Gegenstände fallen lässt, will es Sie nicht ärgern. Es erforscht alles und jetzt gerade die Schwerkraft. Spielen sie mit, das hat nichts mit Schikane zu tun. Loben Sie Ihr Kind für das, was es tut! Ein Laufstall sollte keine Dauereinrichtung sein, denn es bremst den Bewegungs- und Entdeckungsdrang Ihres Kindes. Benutzen Sie keine Lauflernhilfen! Sie sind nicht entwicklungsgemäß, machen ihr Kind zum Zehengänger und sind gefährlich, wenn Treppen in der Nähe sind.
11.Monat: Jetzt wird gekrabbelt, macht es das nicht, ist das auch kein Beinbruch, manche Kinder lassen die Krabbelphase aus und Robben nur bis sie zu Laufen beginnen; es zieht sich überall hoch und macht erste unsichere Gehversuche, es plappert fortwährend, Sabbern ist ganz normal; es kann seine Gefühle nun auch körperlich etwa durch Umarmungen oder Wegschubsen ausdrücken.

12.Monat: Ihr Kind lernt, erste selbständige Schritte zu machen; seine Sprache entwickelt sich weiter, es versteht kleine Aufforderungen; es reagiert auf seinen Namen

Wenn Ihr Kind mit Laufen oder Sprechen noch nicht so weit ist, lassen Sie ihm Zeit. Verfallen Sie nicht in einen Wettstreit mit anderen Eltern. Beschäftigen Sie sich mit ihrem Kind, üben sie das Laufen an der Hand und sprechen Sie viel in normalen Sätzen mit ihm. Der Schnuller kann die Sprachentwicklung behindern. Wenn Sie unsicher sind, ob es altersgemäß entwickelt ist, fragen Ihren Kinderarzt bei der U6. Die erste Geburtstagsfeier sollte nicht zu groß ausfallen. Die Kinder verstehen ohnehin noch nicht, warum gefeiert wird und zu viele Eindrücke überfordern Kleinkinder sehr leicht.